thinkBI #043 – Datenqualität muss sichtbar sein, damit Entscheidungen eingeordnet werden können

In thinkBI Folge 43 greife ich einen Gedanken aus dem gemeinsamen Workshop mit Jasmin Simader auf. Ihr Quality-Dashboard für Power BI macht Eigenschaften eines semantischen Modells sichtbar und eröffnet damit eine wichtige Frage: Was müssen Nutzer über ihre Datengrundlage wissen, bevor sie auf dieser Basis entscheiden?

Schlechte Daten sind in vielen Organisationen kein neues Problem. Menschen haben bereits mit ihnen gearbeitet, ihre Schwächen gekannt und Entscheidungen getroffen. Dieses Erfahrungswissen kann erstaunlich viel auffangen. Es ist aber an Personen und Nähe zur Entstehung der Daten gebunden.

Genau darin liegt die eigentliche Spannung. Solange dieselbe Person Daten erfasst, aufbereitet und auswertet, kennt sie viele Unschärfen aus dem Arbeitsprozess. Sobald ein Bericht für andere bereitgestellt wird, verschwindet dieser Kontext. Der Nutzer sieht einen präzisen Wert, aber nicht automatisch, wie belastbar seine Grundlage ist.

Datenqualität ist deshalb nicht nur die Frage, ob Daten richtig oder falsch sind. Sie ist auch eine Frage der sichtbaren Unsicherheit und der Verantwortung für ihre Kommunikation.

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