thinkBI #001 – Prozess oder Ergebnis – welche BI-Passion treibt dich wirklich?

Warum funktionieren manche Business-Intelligence-Projekte erstaunlich gut – und andere scheitern trotz moderner Tools, sauberer Datenmodelle und klarer Zielbilder?

Eine mögliche Antwort liegt weniger in der Technik als in den Menschen. Genauer gesagt: in ihrer Passion.

Wenn wir über Business Intelligence sprechen, lohnt es sich, einen Schritt zurückzugehen und sich eine einfache, aber selten gestellte Frage zu stellen:
Was ist eigentlich meine persönliche Leidenschaft im Kontext von BI?

Zwei Arten von Passion im BI-Umfeld

In meiner Arbeit begegne ich immer wieder zwei sehr unterschiedlichen Formen von Leidenschaft.

Die erste ist die Ergebnis-Passion. Menschen mit dieser Passion interessieren sich vor allem für das Resultat: das Dashboard, die Kennzahl, die Entscheidungsgrundlage. Sie wollen auf eine Analyse blicken, eine Aussage treffen und daraus konkrete Maßnahmen ableiten. Der Weg dorthin ist zweitrangig – Hauptsache, das Ergebnis ist verständlich, verlässlich und nutzbar.

Die zweite Form ist die Prozess-Passion. Hier steht nicht das Dashboard im Mittelpunkt, sondern der Weg dorthin. Daten laden, transformieren, modellieren, Strukturen aufbauen, Systeme miteinander verbinden. Das eigentliche Ergebnis ist wichtig – aber vor allem als Beweis dafür, dass der Prozess sauber und sinnvoll umgesetzt wurde.

Beide Passionen sind gleichwertig. Und beide sind notwendig.

Warum BI ohne Passionsklarheit scheitert

Probleme entstehen meist dann, wenn diese Unterschiede nicht erkannt oder ignoriert werden.

Fachbereiche mit starker Ergebnis-Passion greifen zu Self-Service-Tools, weil sie Ergebnisse brauchen – und sind frustriert, wenn sich plötzlich technische Komplexität auftut.
Technisch geprägte Teams bauen BI-Landschaften mit großem Anspruch – und wundern sich, warum diese später kaum genutzt werden.

In beiden Fällen fehlt nicht das Können, sondern das Zusammenspiel der richtigen Passionen.

Erfolgreiche BI entsteht dort, wo Prozess- und Ergebnis-Passion bewusst zusammengebracht werden. Oft passiert das in Form von BI Competence Centern, gemischten Teams oder engen Partnerschaften zwischen IT und Fachbereich. Nicht als formales Konstrukt, sondern als gelebte Zusammenarbeit.

BI ist kein Selbstzweck

Business Intelligence dient nicht dem Aufbau schöner Dashboards oder komplexer Architekturen. Sie dient dazu, Entscheidungen zu ermöglichen und Business-Wert zu schaffen.

Gleichzeitig werden diese Ergebnisse nur dann nachhaltig gut, wenn Menschen in dem arbeiten dürfen, wofür sie wirklich brennen. Nicht jeder muss alles können. Nicht jeder sollte alles machen.

Die entscheidende Frage ist daher nicht:
Kann ich BI?
Sondern:
Wo liegt meine Passion – und mit wem ergänze ich mich sinnvoll?

Einladung zur Reflexion

Diese Gedanken vertiefe ich in der aktuellen Folge des thinkBI Podcasts.
Wenn du dich im Spannungsfeld zwischen Fachbereich, IT, Self-Service und klassischer BI wiederfindest, lohnt sich diese Reflexion – für dich selbst und für dein Umfeld.

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Veröffentlicht von

Marcus Wegener

Marcus Wegener

Marcus Wegener ist Anwendungsentwickler für Business Intelligence und erstellt Lösungen, mit denen sich große Datenmengen schnell analysieren lassen. Kunden nutzen seine Lösungen, um die Vergangenheit zu analysieren, die Gegenwart zu steuern und die Zukunft zu planen, um damit mehr Erfolg zu generieren. Dabei ist seine einzigartige Kombination aus Wissen und Auffassungsgabe ein Garant für ihren Erfolg.

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